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Grenzgänger in der Schweiz

Informationen für Grenzgänger: Steuern, Löhne und Arbeitsbedingungen.

Total CH
411'953
Grenzgänger
Aus Frankreich
58.2%
Aus Italien
22.2%
Veränderung 2025
+1.2%

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Nach Kanton

RangKantonGrenzgängerder ErwerbstätigenVeränderung
1Genf116'79629.1%+2.4%
2Tessin78'69831.4%-0.3%
3Waadt46'2219.3%+2.7%
4Basel-Stadt36'09317.9%+0.6%
5Basel-Landschaft26'29516.3%+2.2%
6Neuenburg16'25014.3%-1.8%
7Aargau15'8874.4%+2.2%
8Zürich12'3111.1%-0.8%
9Jura12'02125.3%-0.7%
10St. Gallen10'2393.2%+1.5%
11Graubünden9'7846.9%-0.8%
12Thurgau6'8144.6%+1.1%

Nach Herkunftsland

Frankreich(58.2%)
239'670+2.2%
Italien(22.2%)
91'625-0.3%
Deutschland(16.4%)
67'465+0.2%
Oesterreich(2.1%)
8'830+0.2%
Andere(1.1%)
4'363-0.6%

Quellen

BFS - Bundesamt fuer Statistik
Grenzgaengerstatistik (GGS) 2025

Häufig gestellte Fragen

Im 4. Quartal 2025 arbeiteten 411'953 ausländische Grenzgängerinnen und Grenzgänger in der Schweiz. Das sind 1,2 % mehr als ein Jahr zuvor, wie die provisorischen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen. Grenzgänger wohnen im Ausland, arbeiten in der Schweiz und kehren mindestens einmal pro Woche an ihren Wohnort zurück.


Langfristig ist die Zahl stark gestiegen. Im 4. Quartal 2005 zählte das BFS rund 178'600 Grenzgänger, im 4. Quartal 2015 rund 303'100. Innerhalb von zwanzig Jahren hat sich die Zahl damit mehr als verdoppelt. Seit 2002 gilt das Freizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und der EU, das auch die Regeln für Grenzgänger aus EU-Staaten festlegt.

Die meisten Grenzgänger wohnen in Frankreich: 239'670 Personen oder 58,2 %. In Italien wohnen 91'625 (22,2 %), in Deutschland 67'465 (16,4 %) und in Österreich 8'830 (2,1 %); 4'363 (1,1 %) leben in anderen Ländern.

Nach Arbeitskanton liegt Genf mit 116'796 Grenzgängern klar vorne, gefolgt vom Tessin (78'698), der Waadt (46'221) und Basel-Stadt (36'093). Die Wohnländer unterscheiden sich je nach Arbeitskanton: In Genf wohnen 99,5 % von ihnen in Frankreich, im Tessin 99,6 % in Italien. In Basel-Stadt wohnen 53,3 % in Frankreich und 45,2 % in Deutschland, im Aargau 80,0 % in Deutschland.

Gemessen an der Zahl der Beschäftigten (STATENT 2024) ist das Gewicht der Grenzgänger im Tessin mit 31,4 % am grössten, vor Genf (29,1 %) und dem Jura (25,3 %). In Basel-Stadt sind es 17,9 %, im Aargau 4,4 % und in Zürich 1,1 %. In Luzern, Uri und Glarus liegt der Wert bei 0,3 %. Es handelt sich um einen Richtwert: Zähler und Nenner stammen aus verschiedenen Statistiken und Zeiträumen, und in STATENT wird eine Person mit mehreren Stellen mehrfach gezählt.

Sieben von zehn Grenzgängern arbeiten im Dienstleistungssektor (69,9 %), 29,4 % im sekundären Sektor, also in Industrie und Baugewerbe. Die grösste einzelne Branche ist die Herstellung von Waren mit 87'041 Personen (21,1 %). Es folgen der Handel (12,8 %), freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (11,6 %), sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (10,9 %) und das Gesundheits- und Sozialwesen (10,8 %). Im Baugewerbe arbeiten 7,6 %.

Für Grenzgänger stellen sich praktische Fragen zu Steuern und Sozialversicherungen. Wie der Lohn besteuert wird, hängt vom Arbeitskanton und vom Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und dem Wohnsitzstaat ab: In vielen Fällen erhebt die Schweiz eine Quellensteuer, in anderen wird das Einkommen hauptsächlich im Wohnsitzstaat besteuert. Vor einem Stellenantritt lohnt es sich, die Regeln für die eigene Kombination aus Wohnort und Arbeitskanton bei der kantonalen Steuerverwaltung zu prüfen.

Die Angaben stammen aus der Grenzgängerstatistik (GGS) des BFS. Die Werte für 2025 sind provisorisch und können in späteren Veröffentlichungen angepasst werden. Die Zahlen für jeden Kanton finden Sie in der Tabelle oben und auf den Kantonsseiten von schweizdaten.com.

Stand: 2025 | Quellen: BFS, ESTV, BAG